Freitag, 17. April 2026

Voodoo Jürgens im Posthof Linz

Der österreichische Liedermacher Voodoo Jürgens ist für mich kein Unbekannter. Ich habe ihn bereits solo als auch mit seiner "Ansa Panier" live zu hören bekommen. Dennoch bin ich neugierig, was David Öllerer (sein bürgerlicher Name) zurzeit zu bieten hat, und das ist, um es gleich vorweg zu nehmen, noch mehr Qualität als je zuvor. Sein Hit aus dem Jahr 2016 "Heite grob ma Tote aus" erklingt daher auch gleich am Anfang, der Raum für seine neuen Songs des Albums "Gschnas" steht offen. Rhythmisch recht variabel werden Lieder im Wiener Dialekt präsentiert, die sich meist mit den Schattenseiten menschlicher Existenz beschäftigen und damit, wie das Leben so spielt. "De An und de Aundan", "Da Dings", "Da Zweifl" und "Ka Ruah" sind für mich die Highlights des neuen Programms. Die "Ansa Panier" trägt ihren Namen zurecht, Sie kann richtig Druck machen, gewaltig rocken und besticht auch emotional, wobei mich Alexander Kranabetter an das Trompetenspiel von Sven Regener bei Element Of Crime erinnert. Je nach Stimmung wechselt Martin Scheer zwischen E-Bass und Kontrabass, Matthias Frey zwischen Violine und E-Gitarre. Schlagzeuger David Schweighart sorgt für den klaren und kraftvollen Beat, Bernd Lichtscheidl für den Keyboard-Sound. Bob Dylan klingt für mich durch und nicht zuletzt erinnert mich der aktuelle Voodoo Jürgens sogar etwas an den verstorbenen Ludwig Hirsch. Mehr als je zuvor hat mich Voodoo Jürgens mit der Ansa Panier im fast ausverkauften Posthof Linz dieses Mal beindruckt. 
 

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