Er ist einer meiner am öftesten live gehörten Musiker, und dennoch zieht es mich immer wieder hin zu seinen Auftritten, dieses Mal vor allem deshalb, weil sich Der Nino aus Wien im Schauspielhaus Linz von einem Pianisten (Milan Begovic) begleiten lässt, ganz im Stil eines intimen Liederabends. Einige Lieder klingen neu für mich, die meisten kenne ich allerdings schon durch seine Auftritte mit seiner Band. Nino's Lieblingslieder, die auch mir am besten gefallen, klingen durch die Klavierbegleitung noch lyrischer, noch sentimentaler, noch poetischer. Seinem Gesangsstil, der mich etwas an Bob Dylan erinnert, bleibt er auch in diesem Setting treu. Das tut er auch, als er sich auf Anregung des Pianisten dazu hinreißen lässt, auch zwei Lieder von Franz Schubert zu interpretieren, u. a. "Das Wirtshaus" aus der "Winterreise". Wirklich wohl fühlt sich Nino Mandl (so sein bürgerlicher Name) und auch ich mich, wenn er seine eigenen Songtexte vorträgt. "Unter Fischen", "Der Mai ist vorbei" (beruhend auf Bob Dylan's "Simple Twist Of Fate"), "Plurabelle", "Taxi Driver", "Es geht immer ums Vollenden" und schließlich das "Praterlied" sind schon seit Längerem zurecht die Fixpunkte und Highlights in seinem Programm. Und dabei macht es auch keinen allzu großen Unterschied, mit welcher Instrumentierung und Besetzung sie vorgetragen werden. Es sind einfach Perlen der deutschsprachigen Songwriting-Kunst, die ich nicht oft genug hören kann.
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