Den Strom hätte man den fünf jungen Musikern von "Origina1Nerd" nicht abdrehen dürfen. Denn ein wesentlicher Teil des Klanggeschehens beruht auf elektronischer Unterstützung. Sei es der E-Bass von Jakob Gönitzer, das Keyboard von Thomas Quendler, die E-Gitarre von Andreas Erd und sogar das Tenorsaxophon von Max Glanz, das ebenfalls elektronische Beigaben beansprucht. Lediglich Jonas Kocnik am Schlagzeug ertönt rein akustisch. Was die Band bietet, beruht auf Jazz-Rock-Fusion, der das Quintett seinen eigenen Stempel aufprägt, einerseits durch sein ausgeklügeltes Sounddesign, durch raffinierte Kompositionen mit Abwechslungsreichtum und emotionaler Tiefe. Max Glanz's Saxophonspiel ist ausdrucksstark, verliert dabei allerdings nie die solide Bodenhaftung, es kann - was ich besonders schätze - Geschichten erzählen. Andreas Erd spielt seine Gitarre in der Manier eines Rockgitarristen, virtuos und überschwänglich in seinen Solis. Auch Thomas Quendler brilliert gelegentlich durch seine Improvisationen, ebenso Bassist und Schlagzeuger. Die Band spielt auf einem erstaunlich hohem Niveau und hat sich einen eigenständigen Sound erschaffen, der das Publikum im Schl8hof Wels und auch mich beeindruckt.
Mittwoch, 8. April 2026
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