Montag, 31. August 2026

Lylit, FIIO und Cari Cari im Volksgarten Salzburg


Für's "gemeine Volk" gibt es seit ein paar Jahren im Volksgarten Salzburg Gratiskonzerte unter dem Titel "Live in Salzburg". Den letzten der vier diesjährigen Konzertabende will ich noch miterleben und treffe ein, als gerade Lylit die Bühne mit ihrer Band betreten hat. Ich habe sie ja schon öfter gehört, allerdings noch nicht in der Besetzung mit zwei Violinen, einem Cello und zwei Background-Sängerinnen. Ihre Lieder wirken dadurch noch opulenter, als ich sie kenne, und gewinnen zusätzlich an Ausdruckskraft. Ihre wunderbare Stimme gefällt mir aber ohne den hier zugemischten Hall sonst deutlich besser. Feministische Emamzipation und Rebellion prägen ihre Texte. Ich höre ihre Lieder immer wieder gern. Der Wiener Sänger und Gitarrist FIIO hat nur einen Schlagzeuger mitgebracht, der Rest wird mittels Playback erledigt. Und er macht richtig Dampf mit deutschsprachigen Indie-Pop-Songs recht einfach gestrickter Machart, die vor allem die positiven Seiten des Lebens als Twen widerspiegeln. Die Indie-Rock-Band Cari Cari schließlich - ich kenne sie ja auch schon von einem OKH-Open-Air in Vöcklabruck - singt auf Englisch  und baut die mächtigsten Soundgebilde mittels Gitarre (Alexander Köck), Keyboard (Stephanie Widmer) und Schlagzeug (Ivo Thomann). Reine Rock-Power steht im Vordergrund, den Auftritt in Vöcklabruck habe ich wesentlich subtiler und differenzierter in Erinnerung. Wer es (brachial) rockig mag, hat sicher mit FIIO und Cari Cari seine größte Freude, mich hat Lylit mit ihren feinen Songs und ihrer stimmlichen Darbietung (wieder einmal) am meisten beeindruckt. Die Atmosphäre im Volksgarten an diesem lauen Sommerabend sowieso.
 

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