Samstag, 15. August 2026

Isabelle Faust & Kristian Bezuidenhout spielen J. S. Bach in der Stiftung Mozarteum Salzburg

Immer wieder gerne begebe ich mich in die musikalische Welt des Johann Sebastian Bach. Möglich ist das auch im Rahmen der diesjährigen Salzburger Festspiele im großen Saal der Stiftung Mozarteum. Zur Aufführung kommen sechs um das Jahr 1720 herum entstandene Sonaten für Violine und Cembalo, wobei Bach hier dem Cembalo zum ersten Mal nicht nur begleitende Funktion zukommen lässt. Die deutsche Violinistin Isabelle Faust und der aus Südafrika stammende Cembalist und Pianist Kristian Bezuidenhout sind die Aufführenden dieser insgesamt 25 Sätze beinhaltenden Sonaten. Diese sind in unterschiedlichen Tonarten gehalten, weisen mit jeweils vier Sätzen allerdings das gleiche Schema bezüglich des Wechsels zwischen langsamen und schnellen Sätzen auf. Die sechste Sonate weicht mit ihren fünf Sätzen davon leicht ab, wobei der dritte Satz vom Cembalo allein bestritten wird. Klanglich ist die Kombination aus Cembalo und Violine recht reich an Obetönen und wirkt, was die Lautstärke betrifft, eher gedrosselt, was ich als recht angenehm empfinde. Das Reizvolle an Bach's Kompositionen ist für mich auch immer der Melodien-Reichtum, sowohl was die großen als auch die kleinen Melodiebögen anbelangt. Bach's Musik eignet sich dafür, um als Zuhörer:in darin tief einzutauchen und sich dem Moment hinzugeben. Abwechslungsreichtum sorgt dafür, dass dabei nie Langeweile aufkommt. Wie die beiden Künstler:innen das Werk des großen Barockkomponisten zur Aufführung bringen, hat mich und den ausverkauften Saal der Stiftung Mozarteum schwer beeindruckt. Ihre Spielfreude bringen die Beiden schließlich auch noch durch mehrere Zugaben zum Ausdruck.
 

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