Freitag, 21. August 2026

"Quatuor pour la fin de Temps" in der Stiftung Mozarteum, Salzburg

Das ist nun schon mein zweiter Abend diesen Sommer mit Musik von Olivier Messiaen im großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg. Dieses Mal ist es die Mitwirkung des österreichischen Cellisten Kian Soltani, die mich dazu veranlasst hat. Mit ihm bringen Renaud Capucon (Violine), Pascal Moraguès (Klarinette) und Hélène Mercier (Klavier) die Komposition "Quatuor pour la fin de Temps" zur Aufführung. Dieses religiös inspirierte Werk, das Messiaen in deutscher Kriegsgefangenschaft komponiert hat, besteht aus acht Sätzen, bei denen nicht immer alle vier Musiker:innen im Einsatz sind, im dritten spielt die Klarinette alleine. Was mich beeindruckt, ist die Vielfalt des Werks, was Rhythmus, Melodie und Intensität anbelangt. Herkömmliche Tonsysteme werden, wie auch im modernen Jazz üblich, von modalen Tonfolgen abgelöst. Kian Soltani tritt bisweilen stärker oder auch weniger stark in den Vordergrund. Im Duo mit dem Klavier übernimmt das Cello im fünften Satz die langsame, expressive Melodieführung. Obwohl dieses Werk keine leichte Kost ist, bin ich aufgrund seiner Vielschichtigkeit und Komplexität davon recht begeistert. Das Festspiel-Publikum im vollen Saal spendet natürlich reichlich Applaus, dem ich mich gerne anschließe.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen