Eine Nova ist ein Helligkeitsausbruch in einem Doppelsternsystem und auch der Name eines Schweizer Jazz-Trios, das sich den Vorgängen im Weltall verschrieben hat und diese musikalisch darstellen will. Christian Zatta bedient dabei die E-Gitarre, Thomas Tavano den 6-saitigen E-Bass und Florian Hoesl das Schlagzeug. Was dabei heraukommt, ist eine durchaus wohltuende, melodiös schmeichelnde Musik mit Jazz-Rock-Anklängen und wunderbaren, elektronisch unterstützten Instrumenten-Sounds. Der Gitarrist und Bandleader Christian Zatta sticht dabei hervor mit virtuosem tonalen Spiel, dem ich "ewig" zuhören könnte, da seine solistischen Erzählungen nie langweilig werden. Auch der Bassist entwickelt bisweilen ein reges Eigenleben und zeigt unterschiedliche Formen des Bassspiels, Walking Bass und funky Bass-Lines inklusive. Auch das Schlagzeug kommt gelegentlich solistisch zum Zug. Meist herrscht allerdings gleichberechtigtes Treiben, das einen melodischen Teppich vor den Zuschauern ausbreitet, der durchaus auch überraschende Brüche beinhalten kann. Die Konzerte von Nova sind oftmals durch visuelle Effekte unterstützt und finden des Öfteren in Planetarien statt. Auch ohne diesen Weltall-Background - oder gerade deswegen - ergreift mich die Schönheit der Nova-Klänge recht direkt und erzeugt ein wohliges Gefühl in mir: Musik, die gut ist und gut tut. Was will ich mehr.
Mittwoch, 13. Mai 2026
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