Es ist schon länger her (acht Jahre?), dass ich die New Yorker Band Hazmat Modine im Schl8hof Wels gesehen habe. Jetzt ist sie im Jazzit zu Gast. Die Band ist tief verwurzelt in der amerikanischen Folk-Musikkultur, im Blues und auch im Jazz, was sich auch an der Instrumentierung zeigt. Da gibt es eine Geigerin, die auch singt (Daisy Castro), einen Gitarristen und Sänger mit starkem Roots-Music-Einschlag (Erik Della Penna), einen Sousaphon-Bläser wie in den US-Marching-Bands (Kenneth Bentley Jr.), einen Schlagzeuger mit Latin-Erweiterung (Varun Das), eine Trompeterin (Pamela Fleming) und einen Saxophonisten (Steve Elson) wie aus einer Jazz-Band und schließlich den Frontman, Sänger und Mundharmonikaspieler (Wade Schuman), der auch den gekonnten Entertainer abgibt. Gute Unterhaltung ist überhaupt das Hauptanliegen des Septetts aus NYC, und das gelingt Hazmat Modine auch hervorragend. Sowohl die Qualität der Songs und ihre Betonung auf Rhythmik als auch die Offenheit für die Improvisationslust der Bandmitglieder tragen zur emotionalen Erweckung des Publikums vom ersten Takt an bei. Große Spielfreunde und große Freude beim Zuhören ergänzen und steigern sich zu einem wunderbaren Konzerterlebnis. Nicht allzu oft herrscht eine derartige Hochstimmung im vollen Jazzit-Saal.
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