Sowohl Marie Spaemann (Cello und Gesang) als auch Christian Bankanic (Akkordeon und E-Piano) kenne ich schon von früheren Auftritten. Als Duo sehe ich sie jetzt zum ersten Mal im Kulturraum Alte Kirche in Marchtrenk, die als Konzertsaal genutzt wird. Es ist ein recht gemischtes Programm, das die Beiden bieten. Instrumentalstücke mit häufigen Tango-Anklängen und klassisch-romantischen Passagen wechseln ab mit Liedern von Marie Spaemann, die Christian Bakanic dann am Klavier begleitet. Spaemann begleitet sich dabei auch selbst am Cello oder legt es auch einmal ganz weg. Stilistisch bewegen sich die Songs im Bereich Soul, Jazz und Pop. Inhaltlich sind sie oft recht philosophisch gehalten, reflektieren das gesellschaftliche Miteinander und bedienen auch Naturmetaphern. Das Cello wird mehr gezupft als gestrichen, wobei mir die langsamen Bogenstriche naturgemäß mehr unter die Haut gehen und Emotionen wecken. Die Affinität zum Tango, die beide nicht verleugnen können, zeigt sich auch nach lang anhaltendem Applaus bei der letzten Zugabe, der Tango Etüde Nr. 3 von Astor Piazolla. Mit dessen Kompositionen kann man mir die größte Freude bereiten.
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