Schon länger als es den Kulturverein Kino Ebensee gibt, haben mich in den 1980er Jahren Konzerte der dortigen alternativen Kulturszene nach Ebensee gelockt. Als diese im Kino Ebensee ihre Heimat gefunden hat, war dieser Ort auch immer und immer wieder mein kulturelles Zuhause, in dem ich viele wunderbare Konzerterlebnisse hatte. Meinem Zugehörigkeitsgefühl geschuldet, ist es mir daher ein Anliegen, das 40-Jahr-Jubiläum mitzufeiern. Mit einer Gartenparty und Begegnungen mit alten Freund:innen beginnt das Fest und setzt sich fort mit einem Rückblick auf die Geschichte des Kulturvereins, präsentiert von Obmann Andreas Stüger. Grußbotschaften verschiedener Künstler:innen und eine Ehrung des Kino-Masterminds Konrad Wallinger folgen. Und dann folgt natürlich das, was den Reiz des Kino Ebensee für mich ausmacht: Konzerte von MAIIJA (Marilies Jagsch) und der Hamburger Indie-Pop-Band "Die Sterne", die ich vor 11 Jahren an diesem Ort auch schon einmal genießen konnte. Während Marilies Jagsch im Duo mit Jay Choma ihre melancholischen, auf das Wesentliche reduzierten Popsongs vorträgt, geht es bei der Hamburger Band recht groovy zur Sache. Die musikalische Mischung aus Krautrock und Post-Punk wird bereichert durch die gesellschaftskritischen Texte des Frontman Frank Spilker. Dyan Valdés spielt und singt an den Keyboards, Jan Philipp Janzen ist der Schlagzeuger und Phillip Tielsch sorgt für den treibenden Bass. So voll mit bewegten Menschen von Jung bis Alt habe ich das Kino Ebensee schon lange nicht mehr erlebt. Sie alle scheinen zu spüren, welch große kulturelle Energie dieser Ort in den 40 Jahren seines Bestehens versprüht hat. Diesem auch für mich so bedeutenden kulturellen Kraftplatz wünsche ich weiterhin alles Gute und ein langes, langes Leben.
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