Mittwoch, 3. Juni 2026

EKKO III im Schl8hof Wels

Jazzrock (Fusion) der 1970er war nicht so ganz nach meinem Musikgeschmack und daher habe ich mich auch nicht eingehender mit dieser Stilrichtung beschäftigt. Nun ergibt sich ein Berührungspunkt mit diesem Genre im Rahmen der Musikwerkstatt Wels im Schl8hof. EKKO III nennt sich das Trio mit dem Gitarristen Gerald Gradwohl, dem Bassisten Peter Schönbauer und dem Drummer Walter Sitz. Schon nach den ersten Takten bin ich beeindruckt von der Qualität des Gebotenen, vor allem von den Spielkünsten Gradwohls, der mit Sicherheit einer der Besten ist, die ich je an der E-Gitarre gehört habe. Sowohl was die Soundgestaltung anbelangt als auch die Akkordfolgen und die rasend schnellen Läufe gibt es kaum Spannenderes. Mit seinen Soli erzählt er Geschichten, denen ich aufmerksam zuhöre. Die Bässe von Peter Schönbauer erinnern mich bei manchen Stücken an Synthie-Bässe. Auch er bringt mit seinem Bass durch zahlreiche Effektgeräte interessante Sounds hervor. Der Taktgeber der Band am Drumset spielt recht geradlinig, was der Musik eine sehr relaxte Note verleiht. Dabei fehlt es nicht an reger, offensichtlicher Interaktion zwischen den Musikern. Das Programm besteht aus Eigenkompositionen, nur als Zugabe erklingt schließlich das bekannte Wienerlied "Wann der Herrgott net will" im jazzrockigen Gewand. Das ist Fusion, die auch bei mir bestens ankommt. Denn auch in diesem Genre dürfte gelten: Es gibt nur gute oder schlechte Musik. Diese gehört zur sehr, sehr guten Sorte.
 

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