Mittwoch, 17. Juni 2026

Bloomsday 2026 in der Mozarteum University Salzburg

Es ist meine erste Bloomsday-Feier, an der ich teilnehme. Leopold Bloom ist die Hauptfigur in "Ulysses", dem berühmten Roman von James Joyce, dessen Handlung nur einen einzigen Tag umfasst, nämlich den 16. Juni 1904. Seit den 1950er Jahren wird deshalb an vielen Orten der Welt der 16. Juni als Gendenktag gefeiert, so auch in Salzburg. Zelebriert wird er vom Literaturhaus Salzburg, vertreten durch Tomas Friedmann (Moderation) und der Uni Mozarteum, die den musikalischen Teil mit dem Gunnar Berg Ensemble bestreitet. Das Literaturhaus hat dazu den Schriftsteller und Regisseur Kurt Palm eingeladen, der Episoden aus seinem 2003 erschienen Buch über den "Ulysses" mit dem Titel "Der Brechreiz eines Hottentotten" vorträgt. Kurt Palm ist ein Erzähler - er nennt sich auch Volksbildner - dem ich sehr gerne zuhöre, und so erfahre ich viel Interessantes über James Yoyce, Leopold Bloom und den "Ulysses". Das muliklische Programm steht ganz im Zeichen der "Neuen Musik". Ein Stück von Klaus Ager, dessen Name für zeitgenössische Avantguard-Musik steht, wird neben zwei anderen Kompositionen vom Gunnar Berg Ensemble aufgeführt (Theodor Burkali, Klarinette, Ivan Mancinelle, Vibraphon, Christina Schorn-Mandinelli und Yvonne Zehner, Gitarre). Jedes der drei Stücke entfaltet dabei seine besonderen Reize, sei es durch Mikrotonalität, stimulierende Rhythmik oder meditative Ruhe. Ein Reiz, den ich mit nach Hause nehme, ist, vielleicht doch einmal den "Ulysses" (wenn auch nur in Auszügen) in Angriff zu nehmen. Ich habe mir das Buch jedenfalls bestellt.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen