Samstag, 26. September 2026

Peter Evans EXTRA im Jazzit Salzburg

Der Trompeter Peter Evans aus den USA ist mir im Jazzit schon einmal begegnet: vor gut 13 Jahren mit der Band "Mostly Other People Do the Killing", von der ich damals ziemlich begeistert war. Nun ist er mit seinem Projekt EXTRA zu Gast mit dem schwedischen Bassisten Petter Eldh und dem US-Schlagzeuger Jim Black, wobei alle drei sich auch fleißig allerlei elektronischer Instrumente bedienen. Meist ist die Elektronik dabei das dominierende Element, das den Instrumentenklang modifiziert und überlagert, vor allem den der Trompete. Es sind allerdings nicht die angenehmen Klänge eines Nils Petter Molvaer, sondern die schrillen und pfeifenden Tönen, die mich an Alarmanlagen und Einsatzfahrzeuge diverser Länder erinnern. Das Ganze spielt sich in einem Dezibel-Bereich ab, der anscheinend notwendig wird, um sich neben der brachialen Trommler-Power von Jim Black noch ausreichend Gehör zu verschaffen. Natürlich muss sich auch Petter Eldh am E-Bass dabei, was die Lautstärke betrifft, ordentlich ins Zeug legen. Anstatt sich auf die durchaus originellen musikalischen Kreationen zu konzentrieren, tritt der Schutz des eigenen Gehörs in den Vordergrund. Wer sich nicht schon vor dem Beginn der Aufführung mit Ohropax ausgestattet hat, muss es, so wie ich, schleunigst nachholen, um schadlos zu bleiben. Musik durch den Ohropax-Filter hört man zwar, allerdings geht dabei ein Großteil musikalischer Klanginformation verloren. Lautstärke ist zwar auch ein Qualitätsmerkmal von Musik, kann allerdings ebenso gute und hörenswerte Musik ungenießbar machen. An diesem Abend im Salzburger Jazzit ist Letzteres leider der Fall.
 

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