An der Universität Mozarteum gibt es ein Förderprogramm für Nachwuchskünstlerinnen auf dem Karriereweg zur Hochschulprofessorin (FAiR - Female Artists in Residence). Die junge deutsche Schlagwerkerin Vivi Vassileva hat in dieser Funktion ein Programm mit Studierenden und dem schwedischen Pianisten Per Rundberg zusammengestellt und bringt es im Max-Schlereth-Saal unter dem Titel "Im Puls der Zeit" zur Aufführung. Das Repertoire reicht von Steve Reich über Béla Bartók, Friedrich Cerha, Johanna Bayer, Edgar Varese und John Cage bis zu Andy Akiho. Unzählige Perkussionsinstrumente plus Klavier kommen dabei zum Einsatz, mit dabei sind auch Haushaltsutensilien wie Glasflaschen und Kochtöpfe. Je nach Komposition sind vier bis über zehn Musiker:innen auf der Bühne. Das komplexeste Stück ist "Sorces" von Friedrich Cerha, das den Aufführenden vollste Konzentration abverlangt. Emotional am meisten berührt bin ich allerdings von einer Komposition von John Cage aus dem Construction-Zyklus, die mich sehr an Gamelanorchester und auch an tibetanische Musik erinnert. Beim letzten Programmpunkt, dem Stück "Ionization" von Edgar Varese, kommt auch noch der gefeierte Perkussionsvirtuose und nunmehrige Uni-Professor Martin Grubinger (als einfacher Schlagwerker) hinzu. Die Leistungen der Studierenden sind großartig, der Applaus des Publikums ist dementsprehend groß und lange anhaltend.
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