Ich weiß gar nicht, wie oft ich den Nino aus Wien schon live erlebt habe, so zahlreich waren meine Besuche seiner Auftritte. Dieses Mal spielt er mit seiner bewährten "Aus Wien Band" mit Raphael Sas an Gitarre und Keyboard, David Wukitsevits am Schlagzeug und PauT (Paul Schreier) am Bass und an der Klarinette. Einige Lieder sind neu und kommen im rockigen Gewand daher. Nicht fehlen dürfen dann auch gleich einmal die Klassiker "No a bissl foischer" und "Unentschieden gegen Ried". Welche seiner Lieder Nino Mandl am meisten am Herzen liegen (und mir auch), erfährt man im Verlauf des Konzerts, nämlich die gelungene Bob-Dylan-Bearbeitung "Der Mai ist vorbei" (Simple Twist Of Fate), das wunderbare "Unter Fischen", der Klassiker "Plurabelle", "Taxi Driver" mit der einprägsamen Verszeile "Die Wöd is a unglaublich düsteres Loch" und schlussendlich "Es geht immer ums Vollenden", in dem der Künstler seine Künstlerexistenz reflektiert. In diesen Liedern kommt die poetische Ader Nino Mandl's am überzeugendsten zum Ausdruck. Seine Wien-Verbundenheit unterstreichen noch Songs wie "Praterlied" und "Waschechter Weana" recht eindrücklich. Das angenehme Freiluft-Ambiente des Schl8hofs Wels (Flavour Yard) veredeln den Musikgenuss zusätzlich und das zahlreich erschienene Publikum zeigt sich zurecht hellauf begeistert. Ich kann den Nino aus Wien noch so oft hören und sehen, und es zieht mich immer wieder zu seinen Konzerten hin.
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