Sonntag, 26. Juli 2026

Fiva beim OKH-Open-Air Vöcklabruck

Hip-Hop ist ja nicht gerade mein musikalisches Zuhause. Dennoch hat dieses Genre auch für mich seinen Reiz. Nun habe ich die Gelegenheit, die bekannte deutsche Rapperin Fiva (Nina Sonnenberg) beim OKH-Open-Air live zu erleben. Was mir gefällt, ist die sparsame Instrumentierung mit Bass, Schlagzeug und Keyboard, wodurch Fiva mit ihrer Stimme und ihrer Bühnenpräsenz den Raum dominieren kann. Es geht auch nicht um spezielle Soundeffekte, die treibenden Elemente bilden das Schlagzeug und der brilliante Bass. Was Fiva zu erzählen hat, betrifft zutiefst Persönliches und ebenso Gesellschaftliches, oft miteinander in Verbindung gebracht bis hinein ins Politische: "Große Katastrophen haben kleine Geister". Ihr gelingt es von Anfang an, einen intensiven Kontakt zum Publikum herzustellen und sie spricht die Leute auch direkt an: "Könnt ihr da unten hören, was ich hier oben sage?", oder sie erzählt von Außergewöhnlichem, das sie beeindruckt hat. Ihre Performance macht trotz der oft recht ernsten Inhalte einen sehr entspannten Eindruck, die Leichtigkeit überwiegt, bejahende Botschaften gewinnen die Oberhand: "Du bist nicht mein Monster", "Das Beste ist noch nicht vorbei", "Die Stadt gehört wieder mir". Fiva gibt die volksnahe, unverkrampfte musikalische Widerstandskämpferin voller positiver Energie, womit sie beim Vöcklabrucker Publikum (und auch bei mir) auf große Gegenliebe stößt. Nicht zuletzt ist es allerdings auch das wunderbare Ambiente des OKH-Freigeländes, das diesen Konzertabend zu einem bezaubernden Fest werden lässt.

 

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