Freitag, 6. März 2026

The Tiptons im Jazzit Salzburg

Ich höre sie ja nicht zum ersten Mal, die vier Frauen aus den USA auf ihren Saxophonen, allerdings habe ich sie bisher noch nicht mit ihrem musikalischen Begleiter aus Österreich, dem Schlagzeuger Robert Kainar gehört. Die Schlagzeug-Unterstützung macht sich gut und nimmt dem Quartett bestehend aus Jessica Lurie, Amy Denio, Sue Orfield und Tina Richerson einiges an rhythmischer Arbeit ab. Das dargebotene Programm ist sehr vielfältig und stark inspiriert von musikalischen Einflüssen aus aller Welt, wie z. B. Japan, Hawaii, dem Balkan oder dem Alpenraum. Dabei entstehen wunderbare Sounds und Melodien, bereichert durch Soli, wobei Jessica Lurie dabei besonders glänzt. Neu für mich sind auch die häufigen Vokalpassagen, bei denen vor allem Amy Denio mit ihrer klaren Stimme in Erscheinung tritt. Seitdem ich die vier Frauen vor etwa zehn Jahren zuletzt im Spielraum Gaspoltshofen gehört habe, hat deren Musik für mein Empfinden deutlich an Qualität dazugewonnen und entfaltet auf mich jetzt eine wesentlich stärkere emotionale Wirkung. Vielleicht ist es auch die Freude der Musikerinnen darüber, nach längerer Zeit wieder im Jazzit aufzutreten, die auf das Publikum ausstrahlt. Wenn Amy Denio schon zu Beginn freudig verkündet, sie befinde sich jetzt wieder in ihrem zweiten Zuhause, so kann das für das gemeinsame Musikerleben nur Gutes bedeuten. Und somit ist dieses Konzert der Tiptons auch zu einem überaus wohltuenden Abend für Körper und Seele geworden.
 

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