Samstag, 19. April 2014

Eleni Mandell im Schlachthof Wels

Mit ihrer Band war sie vor einigen Jahren schon einmal in Wels. Aber auch alleine macht sie eine gute Figur. Die Singer-Songwriterin hat genug Charisma, um nur mit Wandergitarre ausgestattet den Konzertabend zu bestreiten.
Es sind nicht nur die aussagekräftigen Texte, sondern es ist auch die expressive Art, die Songs in Szene zu setzen, die Begeisterung hervorrufen. Dabei reicht die Bandbreite von verhaltenen Tönen bis zu dramatisch aufgeladenen Momenten. So glaubhaft und authentisch wie diese Musikerin aus Kalifornien klingt jedenfalls selten wer.

Samstag, 14. September 2013

Shonen Knife im Kino Ebensee

Zwischen Osaka (Japan) und Ebensee liegen Welten - sollte man meinen. Da aber Musik bekanntlich Welten verbindet, könnten die drei Japanerinnen und das Kino Ebensee gar nicht besser zusammenpassen. Ganz in der Tradition der Ramones, zu der sich das Trio aus der "Rock City" Osaka bekennt, geht da die Post ab mit vollem Einsatz und einer selten gesehenen Spielfreude. Und obwohl die Songs dem Vorbild entsprechend eher "heavy" daherkommen, hat das Ganze auch eine Seite, die man in Japan "Kawaii" nennt: niedlich, süß und liebenswert.

Sonntag, 7. April 2013

Der Nino aus Wien mit Stefan Sterzinger und Raphael Sas im Kino Ebensee

Es muss ja nicht immer englischsprachig sein, was im Kino Ebensee erklingt. Österreich hat auch einiges Bodenständiges zu bieten. Am 6. April waren gleich drei dem Wienerischen verbundene Musiker zu Gast, und ein jeder präsentierte zuerst einmal seine eigene Kunst, bevor die drei dann gemeinsam zu musizieren begannen. Und siehe da, alte Austropop-Hadern wurden ausgegraben und wiederbelebt, angefangen von der Worried Men Skiffle Group über Georg Danzer und Wolfgang Ambros bis zu Falco. Und das hat richtig Spaß gemacht - den Musikern genauso wie dem Publikum.

Montag, 1. April 2013

Hong Faux im Kino Ebensee

Ebensee ist für alle da, die musikalische Erlebnisse suchen. So gibt es am 30. März ein Programm, das dem Geschmack jüngeren Publikums entgegenkommt. Headbanging ist angesagt, wenn die schwedischen Rocker "Hong Faux" (was immer das heißen mag) so richtig loslegen. Aber auch die älteren Semester erinnern sich bei solchen Klängen vielleicht an die Black-Sabbath-Zeiten ihrer Jugend zurück. Was aber für alle gilt ist Bewegung und kaum einen hält es bei solchen rhythmischen Stimulanzien auf den verwaisten Stühlen des Kinosaals.

Sonntag, 24. März 2013

Trio Lepschi im Gasthaus Lohninger, Fornach

Die beliebte Konzertreihe "Musik beim Wirt" im Gasthaus Lohninger in Fornach ist mit dem Wiener "Trio Lepschi" am 23. März in die neue Saison gestartet. Das Trio rund um den bekannten Krimiautor und Musiker Stefan Slupetzky hat sich dem neuen Wienerlied verschrieben. Und obwohl es heißt, Wiener seien in der Provinz nicht besonders beliebt, konnten die drei Musiker gleich von Beginn an die Sympathie des Publikums im vollen Wirtshaussaal für sich gewinnen. So sind es vor allem ihre Texte voller Sprachwitz und Sprachspielereien, die den schrägen Charme der drei Wiener ausmachen. Besonderes Markenzeichen dabei ist der Schüttelreim, der ihre Lieder voller schwarzem Humor so spannend, lustig und komisch macht und die Zuhörer immer wieder zu Lachsalven hinreißt.

Sonntag, 10. März 2013

The Tiptons Sax Quartet & Drums im Spielraum Gaspoltshofen

Beim Stichwort Saxophon-Quartett fallen einem im Jazz zuerst Namen wie das World Saxophone Quartet, Rova oder vielleicht Saxofour ein. Zu diesen Männer-Bands gibt es jedoch eine Alternative. Die Frauenband "The Tiptons" hat sich nach einer weiblichen Jazzmusikerin benannt, die ihre Karriere als Mann bestritten hat. Das Outfit der Bariton-Saxophonistin erinnert etwas daran. Das musikalische Spektrum der vier Amerikanerinnen plus dem österreichischen Schlagzeuger Robert Kainar ist vielfältig und beinhaltet neben Jazz-Elementen auch solche der Volksmusik. Spielwitz und Spielfreude stehen im Vordergrund und auch die Freude am Gesang. Zupackende Passagen wechseln sich ab mit zarten Klängen, schräge Bebop-Linien mit harmonischen Melodien. Jessica Lurie, Amy Denio, Tina Richerson und Sue Orfield demonstrieren, wie weibliche Emanzipation auch im Jazz ihren Ausdruck findet. Das Publikum dankt es ihnen mit viel Beifall.

Samstag, 9. März 2013

The Base im Kino Ebensee

Wer zu einem Indie-Rock-Konzert ins Kino Ebensee kommt, erwartet dort für gewöhnlich eine Band aus den USA oder aus England, vielleicht auch aus anderen europäischen Ländern. Seltener gibt es heimische Musiker zu hören - am 8. März war dies jedoch wieder einmal der Fall. Österreichische Bands müssen schon sehr überzeugend wirken, um diese "heiligen Hallen" als Hauptact beschallen zu dürfen. Und das ist auch gut so. Die Erwartungen sind daher in so einem Fall auch ziemlich hoch - und um es gleich zu sagen - sie wurden mehr als erfüllt. Die Musiker verstehen ihr Handwerk, ohne auf Perfektion zu setzen, sie zeigen Reife, ohne abgeklärt zu wirken, und sie bringen starke Gefühle zum Ausdruck, ohne in Pathos zu verfallen. Dass sie aus Österreich kommen, daran denkt man bei diesem Auftritt so gut wie nie.