Samstag, 26. Januar 2013
Bernhard Eder & Band im Spielraum Gaspoltshofen
Stimmung ist beim jungen österreichischen Singer-Songwriter Bernhard Eder alles. Und zwar darf sie nicht zu ausgelassen sein, sondern soll im Grunde schwermütig bleiben. "Sad Ballad Man" nennt er sich im gleichnamigen Song selbst. Die passende Stimmung erzeugt er mit der akustischen Gitarre, unterstützt durch Bass, Schlagzeug, Violine und Keyboard. Auch legt er Wert auf Stimmen. Seine eigene kann sich hören lassen (auch ohne Mikrofon) und verführt sowohl durch ein warmes Timbre als auch durch kraftvollen Nachdruck. Wichtig ist ihm auch, dass seine Bandmitglieder schöne Stimmen haben, was sich in einigen Songs auch bestätigt. So entsteht eine Darbietung, die durch ihre Wärme und Authentizität ihre anziehende Wirkung auf das Publikum an diesem Abend nicht verfehlt.
Freitag, 18. Januar 2013
Quadro Nuevo im Barocktheater Lambach
Wer Quadro Nuevo zum ersten Mal erlebt, weiß sehr bald, an wen er da geraten ist. Das sind vier Leute, denen es in Oberbayern musikalisch und auch sonst viel zu eng ist und die es in die weite Welt (musik)kultureller Vielfalt drängt. Sei es nur ins nahe Italien, auf die Krim oder doch ins ferne Südamerika. Ihre deutschen Wurzeln bleiben aber auch dann spürbar, wenn es beispielsweise gilt, das Drama des argentinischen Tangos oder den Widerstand verfolgter Juden musikalisch zu inszenieren. Sie tun es eben auf ihre Art und begeistern damit das Publikum im reizvollen Barocktheatersaal des Stiftes Lambach.
Samstag, 24. November 2012
Aniada a Noar im Gasthaus Lohninger, Fornach
In der erfolgreichen Konzertreihe "Musik beim Wirt" im Gasthaus Lohninger in Fornach waren sie schon einmal zu Gast - die vier steirischen "Noarn" mit ihren Geigen, Gitarren, Flöten und Quetschn. Am Samstag, den 24.11. konnte man sie an gleicher Stelle erneut bestaunen. Zu hören gibt es nach wie vor ehrliche, bodenständige Volksmusik in einer Adaption, die sowohl textlich als auch musikalisch auf der Höhe der Zeit angekommen ist. Aber auch eigene, emotional berührende Lieder haben die vier Steirer zu bieten. Dass sich die Musiker ebenso wie das begeisterte Publikum im bummvollen Wirtshaussaal wohl fühlen, ist in jeder Sekunde des Auftritts spürbar. Und dass Weihnachten nicht mehr allzu fern ist, wird schließlich durch ein umgetextetes traditionelles Weihnachtslied demonstriert, in dessen Refrain das Publikum voller Hochgefühl einstimmt.
Freitag, 16. November 2012
Joshua Redman mit James Farm im Jazzit, Salzburg
"Wie kann sich dieser Jazzclub nur derart hochkarätige Musiker wie Joshua Redman leisten, die gewöhnlich bei großen Festivals auftreten?" - Einmal im Jahr geht sich das aus und man bekommt eine Band zu hören, deren Mitglieder allesamt Meister auf ihrem Instrument sind. So bilden Joshua Redman (sax) Aaron Parks (p), Matt Penman (b) und Eric Harland (dr) ein Quartett, dessen gleichberechtigtes Zusammenspiel beeindruckend klingt. Der Sohn des großen Dewey Redman hat seine Lehrjahre längst hinter sich und sich nicht nur von seinem Vater, sondern auch vom Jazz-Standard-Repertoire emanzipiert und den"Originals" verschrieben. Dass er nicht nur ein eigenständiger Interpret, sondern auch ein innovativer Komponist ist, hat er in der intimen Klubatmosphäre zur Begeisterung des Publikums überzeugend bewiesen.
Sonntag, 11. November 2012
Herbert Pixner Projekt "im Schöffl", Engerwitzdorf
Wer das Herbert Pixner Projekt in nächster Zeit hören oder gar für ein Konzert buchen möchte, muss ziemlich schnell sein. Denn diese Band ist zurzeit so angesagt, dass die Konzerte oft schon Monate vorher ausverkauft und so gut wie alle Termine für das nächste Jahr bereits ausgebucht sind.
Wer einen Auftritt des mit traditionellen Volksmusikinstrumenten musizierenden Trios miterlebt hat, den wundert das nicht. Die angenehme Ausstrahlung, der Charme und Witz Herbert Pixners und vor allem die musikalische Qualität der Darbietung reißen das Publikum auch "im Schöffl" zu Begeisterungsstürmen hin. Virtuose Instrumentenbeherrschung vereint mit höchster Musikalität und emotionaler Tiefe bilden eine Mischung, die an Zugkraft kaum zu überbieten ist. Und da ist es dann egal, ob das Trio Volksmusik aus dem Passeiertal oder Jazz-Standards aus den USA zum Besten gibt.
Wer einen Auftritt des mit traditionellen Volksmusikinstrumenten musizierenden Trios miterlebt hat, den wundert das nicht. Die angenehme Ausstrahlung, der Charme und Witz Herbert Pixners und vor allem die musikalische Qualität der Darbietung reißen das Publikum auch "im Schöffl" zu Begeisterungsstürmen hin. Virtuose Instrumentenbeherrschung vereint mit höchster Musikalität und emotionaler Tiefe bilden eine Mischung, die an Zugkraft kaum zu überbieten ist. Und da ist es dann egal, ob das Trio Volksmusik aus dem Passeiertal oder Jazz-Standards aus den USA zum Besten gibt.
Freitag, 26. Oktober 2012
The Klezmer Connection in der Kitzmantelfabrik, Vorchdorf
Der Charme alter Industriearchitektur ist in der nun seit einiger Zeit umgebauten Kitzmantelfabrik zwar verschwunden, dafür ist ein Veranstaltungssaal entstanden, der den heutigen Anforderungen entspricht. Am 25.10.12 waren fünf Salzburger MusikerInnen mit ihrem Programm „Klezman!a" zu Gast. Wer sich ursprüngliche Klezmer-Musik erwartet hat, ist jedoch enttäuscht worden. Vielmehr be- und verarbeitet die Gruppe Klezmerthemen, um aus ihnen elaborierte, artifizielle Stücke zu machen, die das Format eines Klezmer-Liedes deutlich sprengen. Und so macht The Klezmer Connection eben aus der Not eine Tugend. Es ist wie bei der Sprache: Es lässt sich nicht verleugnen, dass Klezmer nicht ihre Mundart ist. Sich ihr aber akademisch anzunähern, geht auch.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Luise Pop im Stadttheater Gmunden
Die OÖ Kulturvermerke, die jährlich im Stadttheater Gmunden stattfinden, bieten auch immer wieder musikalisch Interessantes. Passend zum heurigen Titel "Tarzan und Jane" wurde eine junge Frauen(Band) engagiert, deren Texte u.a. das Geschlechterverhältnis reflektieren. Musikalisch wirkt das Ganze recht einfach gestrickt: Post-Punk-Elekto-Pop, rhytmisch ansprechend und oft auch eingehend melodiös. Lebendig, frisch und originell klingt Luise Pop und macht gespannt und neugierig, wie sich das Projekt rund um die charismatische Frontfrau und Singer-Songwriterin Vera Kropf weiter entwickeln wird. Die gelungene Darbietung hätte sich jedenfalls auch jetzt schon ein größeres Publikum verdient.
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