Spät, aber doch habe ich mir nun den neuen, preisgekrönten Film von meinem verehrten Regisseur Michael Haneke angesehen und bin natürlich nicht enttäuscht worden. Von der Stimmung her hat er mich am ehesten an seinen Film "Caché" erinnert, in dem auch ein Geheimnis im Hintergrund den Ton angibt. Gesellschaftliche Machtstrukturen, die bis ins Privateste vordringen, bestimmen das Handeln der Figuren. Ein Aufbäumen dagegen wird zwar versucht, meist jedoch mit roher Gewalt beantwortet. Hinter Masken und Lügen verbergen sich die Charaktere des Films, die Erwachsenen wie auch die Kinder. Dennoch gibt es ein paar Figuren, die positiv hervorstechen, was aber auch bedeutet, dass sie diese Gesellschaft verlassen müssen. Ein schmerzender Film mit vielen Nuancen und sehr zu empfehlen.
Freitag, 1. Januar 2010
"Das weiße Band" im Kino Lenzing
Spät, aber doch habe ich mir nun den neuen, preisgekrönten Film von meinem verehrten Regisseur Michael Haneke angesehen und bin natürlich nicht enttäuscht worden. Von der Stimmung her hat er mich am ehesten an seinen Film "Caché" erinnert, in dem auch ein Geheimnis im Hintergrund den Ton angibt. Gesellschaftliche Machtstrukturen, die bis ins Privateste vordringen, bestimmen das Handeln der Figuren. Ein Aufbäumen dagegen wird zwar versucht, meist jedoch mit roher Gewalt beantwortet. Hinter Masken und Lügen verbergen sich die Charaktere des Films, die Erwachsenen wie auch die Kinder. Dennoch gibt es ein paar Figuren, die positiv hervorstechen, was aber auch bedeutet, dass sie diese Gesellschaft verlassen müssen. Ein schmerzender Film mit vielen Nuancen und sehr zu empfehlen.
Dienstag, 15. Dezember 2009
"Whatever Works" im Kino Lenzing
Woody Allen hat wieder einen Film gemacht. Dieses Mal fühlt man sich an frühere Filme erinnert, in denen Woody Allen selbst die Hauptrolle gespielt hat. In diesem Film spielt sein Alter Ego der Schauspieler Larry David. Dass Liebe unberechenbar ist und dort einschlägt, wo sie eben gerade hinfällt, zeigt sich in der Handlung des Films. Dass sich am Ende glückliche Paare, wie in Komödien eben üblich, gebildet haben, ändert jedoch nichts an der Tragik des wiederkehrenden Verlassens und Verlassen-Werdens, das ein Hauptmotiv des Films bildet. Überheblichkeit und Verzweiflung paaren sich in der Figur des Protagonisten. Seiner weltverneinenden Haltung steht, wenn es darauf ankommt, eine Kraft gegenüber, vielleicht Zufall zu nennen, die der Zerstörung immer wieder entgegen wirkt. Die Frage ist nur: Kann auf Zufall wirklich Verlass sein?Das Bild zeigt den Regisseur mit den beiden jugendlichen Haupdarstellern.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Saxofour im Soundtheatre Wels
In einem großen ehemaligen Kinosaal mit Galerie und eingebauter Bar stellt sich dennoch eine angenehme Atmosphäre ein. Die Band selbst sorgt ohnedies für glänzende Unterhaltung, sind doch Florian Bramböck, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig talentierte Entertainer. Theatralisch wird es, wenn die Band am Ende eines Stückes kollektiv einschläft oder, auf ihren Instrumenten improvisierend, einen gemeinsamen Ausflug durch den Saal unternimmt.
Sonntag, 29. November 2009
radio.string.quartet.vienna mit Klaus Paier in Alberndorf
Der Akkordeon- und Bandoneon-Spieler Klaus Paier hat es seit einiger Zeit mit den Streichern. Hat er zuerst eine sehr erfolgreiche Duo-CD mit der Cellistin Asja Valcic aufgenommen, so tritt er jetzt gemeinsam mit dem ganzen Radio.String.Quartet auf. Und so kommt ein buntes Programm zusammen, das außer Eigenkompositionen auch solche von Astor Piazzolla, Werner Pircher und Joe Zawinul enthält.
Im abgelegenen Mühlviertler Gasthaus Penker, etwas nördlich von Gallneukirchen, konnte man diese Musiker in gemütlicher Wirtshausatmosphäre am Samstag, 28.11.09 live erleben, was der Kulturinitiative Gallnsteine zu verdanken ist.
Im abgelegenen Mühlviertler Gasthaus Penker, etwas nördlich von Gallneukirchen, konnte man diese Musiker in gemütlicher Wirtshausatmosphäre am Samstag, 28.11.09 live erleben, was der Kulturinitiative Gallnsteine zu verdanken ist.
Montag, 23. November 2009
MAUSI Quartett & Jack Walrath im Rossstall Lambach
Sonntag, 15. November 2009
Wizards of Blues in Ungenach
Dienstag, 3. November 2009
UAJO im Alten Kino St. Florian
Das Upper Austrian Jazz Orchestra hat wieder Neues im Programm und auch auf CD mit dem Titel Song-Song. Österreichische LiteratInnen liefern die Textgrundlage, die Bandmitglieder die Musik. Besonders reizvoll wird das Ganze durch die beiden Vocalistinnen Ali Gaggl und Tini Kainrath, die sichtlich Spaß an der Präsentation der Texte haben. Stilistisch herrscht Vielfalt, sowohl musikalisch als auch textlich. Der UAJO-Sound ist ohnehin eine Wucht und die Band glänzt durch Perfektion und Spielfreude. Das Alte Kino St. Florian hätte sich daher am 31. Oktober daher deutlich mehr BesucherInnen verdient.
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