Aufmerksam geworden auf die Performance-Künstlerin aus Serbien bin ich schon in den 1990er Jahren. Die extreme Körperlichkeit ihrer Aktionen mit damit verbundener Selbstverletzung kann einen nicht kalt lassen. Auch die Einbeziehung des "Publikums" in ihre Performances ist ein Markenzeichen der Küntlerin. Die Ausstellung im unteren Geschoss des Wiener Künstlerhauses (Albertina Modern) wird allen Facetten ihres bisherigen künstlerischen Wirkens gerecht und scheut keinen noch so großen Aufwand, um anschaulichen Einblick in die diversen Kunstaktionen Abramovic's zu geben. Breiter Raum wird zum Beispiel der Kunstaktion von 2010 im Museum of Modern Art in New York gewidmet, in der es darum geht, dass die Künstlerin jeweils einer Person an einem Tisch gegenüber sitzt und sich die Beiden in die Augen schauen. Auch blutige (und selbstverletzende) Performances werden mittels Videoeinspielungen gezeigt. Und nicht zuletzt wird auch eine von Abramovic's Aktionen nachgestellt: Eine Frau liegt nackt am Rücken, auf ihr liegt ein menschliches Skelett. Alle gezeigten Werke sowie auch die Biographie der Künstlerin sind gut und markant beschrieben, sodass es einem leicht gemacht wird, das Gezeigte zu begreifen. Diese wirklich sehr gut gelungene Retrospektive hat mich sehr beeindruckt und ich kann einen Besuch dieser Ausstellung nur weiter empfehlen.
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