Obwohl meine musikalische Sozialisation abseits der klassischen Musik erfolgt ist, zieht es mich gelegentlich immer wieder einmal zu Klassikkonzerten, als ob ich etwas Versäumtes nachzuholen hätte. Eine gurte, niederschwellige Gelegenheit dazu ist die Konzertreihe AK Classics der Arbeiterkammer im Linzer Brucknerhaus. Aufführende des aktuellen Konzerts sind das Bruckner Orchester Linz, der Linzer jeunesse Chor, der Chor Vocamus sowie sechs Solist:innen des Musiktheaters Linz. Dirigentin ist Maria Benyumova aus Deutschland. Das Konzert beginnt mit der Uraufführung der 3. Symphonie "dona nobis pacem" des oö. Komponisten Helmut Rogl, im zweiten Teil erklingt die Messe Nr. 6, die Franz Schubert kurz vor seinem Tod gerade noch vollenden konnte. Hier bilden die Chöre das dominierende Element und auch die Orgel kommt zum Einsatz. Die Solist:innen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Helmut Rogl's Werk erfordert viel Konzentration und hat auf mich etwas ermüdend gewirkt. Die Schubert-Messe ist einfacher zu genießen, da sie weniger komplex strukturiert ist und melodisch eingängiger daher kommt. Beeindruckend für mich ist die kaum überschaubare, große Zahl an Mitwirkenden, die die Bühne bevölkern. Geschätzt 150 dürften es schon sein. Am Ende gibt es lang anhaltenden Applaus im ausverkaufen Brucknerhaus. Mein Interesse an großen Symphonieorchestern samt Chören dürfte allerdings für die nächste Zeit vorerst wieder gestillt sein.
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