10 Jahre gibt es nun schon die Formation rund um den Bassisten Lukas Kranzelbinder (dem ich übrigens zum ersten Mal 2010 im Stadtcafe Vöcklabruck zuhören durfte), und ich erinnere mich gerne an einen furiosen Auftritt dieser Band im "Porgy" vor einigen Jahren. Nun sind "Shake Stew" im Jazzit zu Gast, um ihr Jubiläum zu feiern und ihr neues Doppelalbum zu präsentieren. Charakteristisches Merkmal der Gruppe ist die Doppelbesetzung von Schlagzeug (Herbert Pirker, Niki Dolp) und Bass (Lukas Kranzelbinder, Oliver Potratz), die der Musik einen besonderen rhythmischen Drive verleiht. Dazu kommen an der Trompete Mario Rom, am Tenorsax Johannes Schleiermacher und am Altsax Yvonne Moriel. Sie erzeugen atmosphärische Klanggebilde (auch mir elektronischer Verfremdung) und tragen wunderbare Soli auf ihren Instrumenten bei. Was den Reiz dieses auch international beachteten Septetts ausmacht ist ihre ausgeprägte Rhytmik mit Einflüssen aus aller Welt und ein besonderer melodischer Bläser:innensound, unterstützt auch durch Oliver Potratz auf seinem 6-saitigen Bass aus den 1960ern, der sich auch für beeindruckende Gitarrensoli eignet. Was "Shake Stew" abliefern, ist Tanzmusik auf allerhöchstem rhytmischen Niveau, und damit wird auch klar, warum das Jazzit dieses Mal auf die Bestuhlung gerne verzichtet hat. Die Band ist in der Lage, nicht nur sich selbst, aber auch das Publikum in einen tranceartigen Zustand zu versetzen, in dem Zeit und Raum für die Dauer der Performance ihre Bedeutung verlieren. Die Begeisterung, die dieses Aushängeschild des österreichischen Jazz beim Publikum auslöst, ist somit nur allzu begreiflich.
Freitag, 20. Februar 2026
Mittwoch, 18. Februar 2026
Maria Radutu & Lylit feat. Phoebe Violet im MuTh Wien
Was hat mich dazu verleitet, gerade dieses Konzert im Wiener MuTh zu besuchen? Es war die Ankündigung, dass hier zwei musikalische Welten in Verbindung treten: klassische Klaviermusik und Songwriting aus der Pop-Welt. Die stimmgewaltige Singer-Songwriterin Lylit kenne ich ja schon und auch ihr letztes Album "her". Nun aber verbinden sich ihre Lieder mit ausgewählten klassischen Kompositionen für Klavier so, dass daraus ein neues, größeres Ganzes entsteht. In sieben Sequenzen vereinen die klassische Pianistin Maria Radutu und Lylit, beide an Bösendorfer-Flügeln, atmosphärisch zusammenpassende Stücke aus Pop- und Klassik-Welt. Franz Liszt, Dmitri Schostakowitsch und György Ligeti beispielsweise erzeugen mit ihren Stücken ähnliche Stimmungen wie Lylit mit ihren Liedern. Dazu gesellt sich passender Weise auch noch zweimal die Singer-Songwriterin Phoebe Violet. Maria Radutu's Virtuosität am Klavier beeindruckt, und ebenso überzeugend greift Lylit in die Tasten, sodass eine wahre Klavierklangfülle entsteht. Der Abend lebt von einer Vielfalt, die zugleich eine Einheit bildet. Berührungspunkte und Schnittmengen zwischen den Genren werden offenbar, und es wird deutlich, dass die unterschiedlichen Musikstile ebensoviel verbindet, wie sie trennt. Die tolle Idee, das hier vorzuführen, begeistert sowohl mich als auch das Publikum im wunderbaren Saal des MuTh am Augartenspitz in Wien.
Montag, 16. Februar 2026
Otomo Yoshihide & Emilie Skrijelj & Tom Malmendier im Sch8hof Wels
Analoge Plattenspieler, Mixer, ein elektronisches Effektgerät und ein Schlagzeug: Das ist die Grundausstattung, die dieses Trio, bestehend aus dem Japaner Otomo Yoshihide, der Französin Emilie Skrijelj und dem Belgier Tom Malmendier am Schlagzeug, in den Schl8hof zum Musizieren mitbringt. Dazu kommen noch Vinylplatten und diverse kleinere Hilfsmittel. Um Musik im landläufigen Sinn geht es hier auch gar nicht, sondern um das gekonnte Produzieren von Geräuschen aller möglichen Art. Herzstück des Ganzen ist der Rhythmus und Sound des Schlagzeugers, um den herum sich diverse andere, auf unterschiedlichste Art erzeugte Klänge entwickeln. Daraus ergibt sich ein organisches Ganzes, das ein bewegtes Eigenleben an den Tag legt und eine große Bandbreite an Geräuschkulissen hervorbringt. Deren Intensität kann sich steigern, einen Kulminationspunkt erreichen und wieder abschwellen bis zum aboluten Ruhepunkt. Da ist nichts Eintöniges dabei, es herrscht vielmehr eine reiche Variabilität an Sounds. Für Dauerspannung ist dabei gesorgt. Wie die Klangerzeugung funktioniert, ist für mich als Zuschauer nicht so leicht zu eruieren. Oft liegen beispielsweise ein paar Vinylplatten unterschiedlicher Größen gestapelt und dezentriert am Plattenteller und der Tonarm sucht sich seinen Weg. Auch andere Gegenstände werden zum Abtasten der Schallplatten verwendet, so auch der Programmzettel dieses Konzerts. Auch so können Kunstwerke vor den gebannten Blicken der Zuhörer:innenschaft entstehen, die Spannung erzeugen, auch wenn sie abseits jeglicher Melodik passiert. Und das Erstaunliche daran ist, dass die Geräuschergüsse bei mir ein gutes Gefühl hinterlassen haben, entspannend gewirkt haben, dem Aggressionsabbau dienlich waren, gleich einem reinigenden Geräuschebad.
Samstag, 14. Februar 2026
Max Nagl Quintett im Jazzit Salzburg
Der aus Ohlsdorf bei Gmunden stammende Komponist und Saxophonist Max Nagl ist für mich kein Unbekannter, und ich war über einen langen Zeitraum schon mehrmals Zuhörer seiner Konzerte. Im Jazzit Salzburg stellt er sein neues Album "Phasolny" vor, und zwar mit einem Quintett erlesener Musiker der österreichischen Jazz-Szene. Der von mir hoch geschätzte Georg Vogel spielt Klavier, Gregor Aufmesser den Kontrabass, der gebürtige US-Amerikaner Phil Yaeger die Posaune und Martin Eberle die Trompete. Ein Schlagzeug vermisse ich nicht und es würde bei dieser Art von Kammermusik eher stören. Die Kompositionskunst Nagls steht dabei im Vordergrund. Seine neuen Stücke haben nicht nur originelle Namen wie Schalf, Brandl, Graul oder Kredenz, sie sind es auch ,und sie sind ziemlich komplex und vertrackt, was äußerste Konzentration von den Aufführenden erfordert. Dennoch kommt das Gebotene mit einer spielerischen Leichtigkeit daher und bringt mich ob der witzigen Ideen des Öfteren heimlich zum Lachen. Vieles ist streng vorgegeben und muss akkordiert geschehen, allerdings gibt es genügend Freiheiten für die einzelnen Spieler, sei es beim kollektiven wie auch beim solostischen Improvisieren. Georg Vogels pianistische Eskapaden stechen für mich dabei besonders hervor und auch Gregor Aufmesser macht von seiner Improvisationsfreiheit regen Gebrauch. Insgesamt erzeugt der Klangkörper ein an Klangfarben reiches musikalisches Gemälde. Max Nagls Musik war und ist noch immer schwer einzuordnen. Vergleiche mit Anthony Braxton werden gezogen, architektonische Herangehensweise und "stilistische Furchtlosigkeit" werden ihm nachgesagt. Ein Max-Nagl-Konzert ist jedenfalls ein besonderes Erlebnis und der Jubel über die brilliante Vorstellung im gut besuchten Jazzit fällt dementsprechend groß aus.
Dienstag, 10. Februar 2026
AK Classics im Brucknerhaus Linz
Obwohl meine musikalische Sozialisation abseits der klassischen Musik erfolgt ist, zieht es mich gelegentlich immer wieder einmal zu Klassikkonzerten, als ob ich etwas Versäumtes nachzuholen hätte. Eine gurte, niederschwellige Gelegenheit dazu ist die Konzertreihe AK Classics der Arbeiterkammer im Linzer Brucknerhaus. Aufführende des aktuellen Konzerts sind das Bruckner Orchester Linz, der Linzer jeunesse Chor, der Chor Vocamus sowie sechs Solist:innen des Musiktheaters Linz. Dirigentin ist Maria Benyumova aus Deutschland. Das Konzert beginnt mit der Uraufführung der 3. Symphonie "dona nobis pacem" des oö. Komponisten Helmut Rogl, im zweiten Teil erklingt die Messe Nr. 6, die Franz Schubert kurz vor seinem Tod gerade noch vollenden konnte. Hier bilden die Chöre das dominierende Element und auch die Orgel kommt zum Einsatz. Die Solist:innen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Helmut Rogl's Werk erfordert viel Konzentration und hat auf mich etwas ermüdend gewirkt. Die Schubert-Messe ist einfacher zu genießen, da sie weniger komplex strukturiert ist und melodisch eingängiger daher kommt. Beeindruckend für mich ist die kaum überschaubare, große Zahl an Mitwirkenden, die die Bühne bevölkern. Geschätzt 150 dürften es schon sein. Am Ende gibt es lang anhaltenden Applaus im ausverkaufen Brucknerhaus. Mein Interesse an großen Symphonieorchestern samt Chören dürfte allerdings für die nächste Zeit vorerst wieder gestillt sein.
Montag, 9. Februar 2026
Trygve Seim Quartet im Jazzit Salzburg
Jazz aus Norwegen, Estland und Finnland gibt es bei uns nicht alle Tage zu hören. Das letzte Konzert der winterlichen Musiksalon-Reihe im Jazzit bietet die Möglichkeit dazu. Der norwegische Saxophonist Trygve Seim spielt im Quartett mit dem seinem Landsmann Mats Eilertsen am Kontrabass, dem estnischen Pianisten Kristjan Randalu und dem finnischen Schlagzeuger Markku Ounaskari. Seine musikalische Erweckung fand Seim 1985 beim Hören von Jan Garbarek's Album "Eventyr", und das merkt man auch schon beim ersten Ton seines gesangsähnlichen Spiels am gebogenen Sopraninosax. Mit dem leicht verhallten Sound entsteht diese mystisch-atmosphärische nordische Klangwelt, wie ich sie auch von Jan Garbarek oder Nil Petter Molvaer kenne. Die Stücke beginnen meist tonal recht sparsam-melodiös und steigern sich dann bis zu einem dichten und rhytmisch lebendigen Soundgewebe aller Beteiligten. Dabei ergibt sich auch viel Raum für die Improvisationskünste der Musiker, wobei ich über die des Pianisten am meisten staune. Die Vielfalt seines improvisatorischen Repertoirs ist mächtig beeindruckend. Diese Variabilität legt auch der Schlagzeuger an den Tag, der von entschleunigenden Beats bis zu ekstatischen Ausbrüchen alles bieten kann. Neben einem kraftvollen Bassfundament zeigt der Bassist auch wunderbare Soloeinlagen u. a. mit traumhaftem Flageolettspiel. Die Stücke gehen ineinander über wie bei einem Konzeptalbum oft üblich und nehmen das Publikum mit auf eine lange Reise durch nördliche Gefilde. Auch am Tenorsaxophon erzählt Trygve Seim seine mythischen Geschichten und intoniert am Schluss, den politischen Ereignissen geschuldet, ein ukrainisches Wiegenlied. Im bis auf die letzten Plätze gefüllten Saal des Jazzit gibt es stürmischen Applaus für diesen End- und Höhepunkt der winterlichen Sonntagskonzerte.
Sonntag, 8. Februar 2026
Duo Edlbauer Kuzo im C. Bechstein Centrum Linz
Im C. Bechstein Centrum Linz gibt es nicht nur Klaviere aller Art, sondern auch bisweilen Konzerte. Dieses Mal waren zu Gast die österreichische Saxophonistin Andrea Edlbauer und die aus der Ukraine stammende Pianistin Oksana Kuzo, die ihr Album "Lovers" präsentierten. Das Saxophon ist vor allem als Jazz-Instrument bekannt, allerdings gibt es auch Kompositionen für Saxophon außerhalb des Jazz. Davon bringt das Duo einige zur Aufführung, wie z. B. von Robert Muczynski, Theodor Burkali oder Steve Bryant. Der klassische Saxophonton sowohl am Altsaxophon wie auch am Sopransaxophon hat dabei für mich einen besonderen Reiz. Die beiden Musikerinnen überschreiten jedoch auch die Genregrenzen in Richtung Jazz und Tango. So gipfelt das Konzert mit dem Stück "La Grand Tango" von Astor Piazzolla, womit mir die Beiden eine besondere Freude bereitet haben. An Virtuosität und Emotionalität lässt die Vorstellung keine Wünsche offen. Die familiäre Atmosphäre im Klavierhaus trägt ebenfalls dazu bei, dass sich das zahlreich erschienene Publikum hier besonders wohl fühlen kann. Für mich war es ein wunderbarer Konzertabend.
Freitag, 6. Februar 2026
Christof Spörk im Kleinen Theater Salzburg
Mein Interesse für Christof Spörk rührt, wie sollte es anders sein, von der Musik her. Er war und ist der Kopf der Band "Global Kryner", die 2002 aufgetaucht ist und dieses Jahr ein Neuauflage erlebt. Im Kleinen Theater Salzburg tritt er allerding als Kabarettist auf, ein Genre, das er ebenfalls schon seit den frühen 1990er mit der Formation "Die Landstreich" bedient. "Maximo Lieder" heißt sein neues Soloprogramm, das es ihm erlaubt, seine multiinstrumentalen Fähigkeiten voll auszuleben mit der Knopfharmonika, dem E-Piano und der Klarinette, mit seiner Gesangsstimme sowieso. Musikalisch vereint er zwei Welten: die der (steirischen) Volksmusik mit der Welt des Jazz, des Blues und der Popmusik. Was die Themen seiner Kabarettnummern anbelangt, macht sich sein Studium der Politikwissenschaft stark bemerkbar. Patriotismus, Populismus, Systemkritik, Materialismus und die Entwicklung der politischen Weltlage sind die Motive seiner Songs und Ansprachen, die auf recht anschauliche, witzitg-ironische Weise ihren Ausdruck finden. Dabei ist das virtuos-künstlerische Element ebenso wichtig wie die transportierten Inhalte. Mit Dauer der Vorstellung entsteht ein recht abgerundetes und plastisches Bild, was die Grundbotschaften des Abends betrifft, und auch das Persönlichkeitsbild von Christof Spörk tritt immer offener zutage. Wie Angst und Geld die Sicht auf die Welt verbauen, warum die Leute heute so unglücklich sind und dass es schließlich nicht immer nur bergauf gehen kann, sind ans Publikum gerichtete Fragen und Einsichten. Christof Spörk kann unterhalten sowohl verbal als auch musikalisch, und er findet den zwischenmenschlichen Zugang, der es möglich macht, die Zuhörer:innen zu berühren. Bei mir ist ihm das jedenfalls bestens gelungen.
Mittwoch, 4. Februar 2026
Michael Kornas Quartett im Schl8hof Wels
Die Dienstag-Reihe an Konzerten der Musikwerkstatt Wels kann immer wieder einmal für äußerst positive Überraschungen sorgen. Dieses mal tauchte ein mir bis dahin unbekanntes Quartett auf, geleitet vom deutschen Pianisten Michael Kornas, der drei polnische Kollegen aus seiner Studienzeit in Krakau mitgebracht hat (Marcin Konieczkowicz am Tenorsax, Alan Wykpisz am Kontrabass und Maksymilian Olszewski am Schlagzeug). Schon die ersten sanften Töne eröffnen ein Klanguniversum, das geprägt ist von einem musikalischen Fluss, der atmet, der Räume eröffnet, in denen dann die Musiker ihre Geschichten erzählen. Der Mann am Tenorsax macht das mit einem warmen, eher fragil wirkenden Sound, der sich allerdings auch zum Expressiven hin wandeln kann. Der Ideenreichtum seiner "Erzählungen" ist groß. Ebenso reich an musikalischen Einfällen sind die Improvisationen des Bassisten - ein gestrichenes Solo beeindruckt mich besonders - und ebenso die des Pianisten. Dieser erzeugt mittels elektronischer Groovebox auch bisweilen Hintergrund-Sounds, die dem musikalischen Ausdruck auf völlig unaufdringliche Weise noch mehr Gewicht verleihen. Die Musik des Quartetts hat für mich einen magisch-mystischen Sog, der mich gefangen nimmt und eintauchen lässt in eine Welt musikalischer Stimmungen und Geschichten. Die Kompsitionen sind eher lyrisch-melodischer Art ohne Härten, wobei mich das Klavierspiel manchmal an Keith Jarrett erinnert. Die Begeisterung beim erfahrenen Musikwerkstatt-Publikum ist daher dieses Mal auch besonders groß. So hohe Qualität bekommt man nicht allzu oft geboten.
Montag, 2. Februar 2026
Retrospektive von Marina Abramović in der Albertina Modern, Wien
Aufmerksam geworden auf die Performance-Künstlerin aus Serbien bin ich schon in den 1990er Jahren. Die extreme Körperlichkeit ihrer Aktionen mit damit verbundener Selbstverletzung kann einen nicht kalt lassen. Auch die Einbeziehung des "Publikums" in ihre Performances ist ein Markenzeichen der Küntlerin. Die Ausstellung im unteren Geschoss des Wiener Künstlerhauses (Albertina Modern) wird allen Facetten ihres bisherigen künstlerischen Wirkens gerecht und scheut keinen noch so großen Aufwand, um anschaulichen Einblick in die diversen Kunstaktionen Abramovic's zu geben. Breiter Raum wird zum Beispiel der Kunstaktion von 2010 im Museum of Modern Art in New York gewidmet, in der es darum geht, dass die Künstlerin jeweils einer Person an einem Tisch gegenüber sitzt und sich die Beiden in die Augen schauen. Auch blutige (und selbstverletzende) Performances werden mittels Videoeinspielungen gezeigt. Und nicht zuletzt wird auch eine von Abramovic's Aktionen nachgestellt: Eine Frau liegt nackt am Rücken, auf ihr liegt ein menschliches Skelett. Alle gezeigten Werke sowie auch die Biographie der Künstlerin sind gut und markant beschrieben, sodass es einem leicht gemacht wird, das Gezeigte zu begreifen. Diese wirklich sehr gut gelungene Retrospektive hat mich sehr beeindruckt und ich kann einen Besuch dieser Ausstellung nur weiter empfehlen.
Sonntag, 1. Februar 2026
Catastrophe & Cure im OKH Vöcklabruck
Obwohl diese Indie-Rock-Band aus Steyr angeblich schon mehrmals im OKH zu Gast gewesen ist, habe ich sie jetzt zum ersten Mal zu Gehör bekommen. Die Band, die eigentlich aus sechs Mitgliedern bestehen soll, tritt hier zu viert auf. Neben Johannes Eder (Gesang, Gitarre) spielen noch Lukas Kargl (Gitarre), Raphael Rameis (Schlagzeug) und Dominik Pandelidis (Bass und Synthesizer). Die Musik klingt ziemlich schnörkellos, verzichtet auf solistische Einlagen, ist meist recht gitarrenlastig und auch rhythmisch oft recht einfach gestrickt. Bei manchen Stücken greift der Bassist dann allerdings zum Synthesizer, um alternative Sounds beizusteuern. Bisweilen befreit sich Johannes Eder auch von seiner Gitarre und widmet sich ganz seinem recht ansprechend wirkenden Gesang. Vergänglichkeit und Flüchtigkeit seien die Hauptthemen der neuen Songs, sowohl im Negativen wie auch im Positiven. Das Ganze wirkt auf mich recht routiniert - die Band gibt es ja auch schon über 15 Jahre -, wobei mich das Ergebnis allerdings nicht wirklich mitgerissen hat. Nach dem gewissen Etwas, das musikalische Darbietungen für mich außergewöhnlich macht, habe ich leider vergeblich gesucht. Beim stichprobenartigen Reinhören in ihr bisheriges Werk, hat mir die Band deutlich besser gefallen. Das Publikum im OKH zeigt sich dennoch recht zufrieden mit der Vorstellung.
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